Clickern mit Katzen? Geht das überhaupt? Ja das geht! Und wer regelmäßig mit seinen Katzen clickert tut seinen Katzen auch viel Gutes, denn das Clickern wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Katzen aus. Heute möchte ich dich also in die Welt des Clickerns einführen und habe auch ein kurzes Lern-Video mit Mammina für dich.

Clickern mit Katzen
Mammina macht „Männchen“

Gemeinsam mit meinem Kooperationspartner, der AGILA Haustierversicherung, möchte ich dieses Jahr das Thema Bewegung bei Katzen angehen. Denn ausreichend Bewegung und Auslastung ist so wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Katzen.

Durch regelmäßiges Clickern, förderst du nicht nur die Bewegung deiner Katze, sondern tust gleichzeitig auch noch viel für das Wohlbefinden deines Lieblings und förderst die Bindung zwischen euch und unter deinen Katzen. Toll, oder?

Clickern mit Katzen: Was ist das überhaupt?

Beim Clickertraining zeigen wir der Katze durch ein Signal (Click), dass ihr Verhalten korrekt war. Dieses richtige Verhalten wird dann wiederum durch ein Leckerli positiv verstärkt. Mittels eines kleinen Clicker-Geräts verdeutlichen wir der Katze, dass ihr Verhalten richtig war. Beim Clicker-Training wird die Katze ganz klassisch konditioniert, denn die Katze verbindet das Click-Geräusch nach ein wenig Training mit etwas Angenehmen (Leckerli) und erlernt so, dass sie, wenn sie das gewünschte Verhalten zeigt, belohnt wird.

Was man fürs Clickern mit Katzen benötigt

Eigentlich benötigst du zum Clickern mit deiner Katze gar nicht viel. Eine kleine Grundausstattung tut es für den Anfang absolut.

Am wichtigsten ist natürlich deine Katze und Leckerlis, mit denen du deine Katze belohnst. Auf die Leckerlis sollte deine Katze im Übrigen auch richtig abfahren, denn sonst ist der Anreiz, um Tricks zu erlernen, eventuell zu gering.

Denke daran, die Menge an Leckerli, die du für das Clickern verwendest, von der Futter-Tagesration deiner Katze abzuziehen. So vermeidest du Übergewicht bei deiner Katze.

Um erfolgreich mit deiner Katze zu Clickern ist ein Clicker-Gerät essenziell. Ist deine Katze irgendwann ein Profi, geht’s vielleicht auch ohne. Ich benutze beim Clickern mit meiner Katze beispielsweise keinen Clicker mehr, sondern erzeuge das Click-Geräusch mit meinem Mund. Für den Anfang würde ich das aber nicht empfehlen.

Der Target Stick kann deiner Katze helfen, sich zu fokussieren. Wie der Name schon andeutet ist der Target Stick eine Art längerer Stab mit einem kleinen, runden Ende, dem deine Katze folgen oder berühren soll (beispielsweise mit der Nase). Es gibt jedoch einige Übungen, für die du keinen Stick benötigst.

Die Matten eignen sich vor allem für quirlige Katzen, denn man kann den Miezen beibringen, sich für das Clicker-Training auf die Matten zu stellen/setzen. So sind sie konzentrierter und laufen beim Training nicht ständig um dich herum. Solltest du mit mehreren Katzen gleichzeitig Clickern, kannst du jeder Katze eine Matte zuteilen.

Wozu Clickern? Die positiven Auswirkungen des Clickerns!

Viele denken, wer mit seinen Katzen clickert, hat es nur darauf abgesehen der Katze möglichst viele Zirkustricks beizubringen. Meiner Meinung nach ist das aber ein großes Vorurteil gegenüber dem Clickern. Denn Clickern ist so viel mehr, als nur Tricks zu erlernen.

Gemeinsames Training bedeutet gleichzeitig auch, viel positive Zeit mit seiner Katze zu verbringen und das fördert wiederum den schönsten Effekt des Clickerns. Dadurch, dass wir uns mit der Katze beschäftigen stärken wir unsere Bindung zur Katze (und andersrum) und falls wir mit mehreren Katzen gleichzeitig clickern, stärkt das auch die Bindung der Katzen untereinander.

Zudem eignet sich das Clickern auch prima dafür, um Katzen ein gewünschtes Verhalten näher zu bringen (Beispiel: Katzenklappe oder Transportbox nutzen) oder ein unerwünschtes Verhalten abzutrainieren (Beispiel: Auf den Esstisch setzen). In Verbindung mit Clicker-Training kannst du deiner Katze auch die Angst vorm Tierarzt nehmen und ihr medizinische Untersuchungen wie das Abtasten oder in die Augen schauen etc. erleichtern.

Zukünftig bedeutet das viel weniger Stress für deine Katze und sie wird gleichzeitig eine selbstbewusstere und zufriedenere Mieze werden. Happy cat = happy catmom / catdad

Welche Tricks gibt es?

Clickern mit Katzen
Mammina macht „Twist“

Wenn du nun Lust bekommen hast, deiner Katze verschiedene Tricks beizubringen, dann kannst du wirklich aus einer Vielzahl von Kommandos wählen. Und selbstverständlich kannst du dabei auch kreativ werden und dir selbst einige ausdenken.

Ich habe hier zehn Trick-Vorschläge für dich:

  • Sitz (Hinsetzen)
  • Platz (Auf alle Viere legen)
  • Männchen (Auf Hinterbeine stellen)
  • High Five (Pfote und Hand treffen sich zu einem High Five in der Luft)
  • Gib Pfötchen (Pfötchen auf deine Hand legen)
  • Twist (um die eigene Achse drehen)
  • Stirn geben (Stirn an Stirn mit dir)
  • Komm her (Auf Kommando zu dir kommen)
  • Bleib (Sitzen bleiben, obwohl du dich weg bewegst)
  • Spring (über Hindernis springen)

Wenn die Katze mal krank wird

Neben all den positiven Seiten, die euer gemeinsames Training mit sich bringt, ist Clickern natürlich kein Allheilmittel. Solltest du bemerken, dass deine Katze plötzlich die Lust am Clickern verliert oder sich generell etwas zurück zieht, obwohl sie sonst immer mit Eifer beim Clickern dabei war, solltest du die Signale wahrnehmen.

An dieser Stelle würde ich eine Clicker-Pause einlegen und mich als erstes an einen Tierarzt wenden. Meist ist oft nämlich nicht die Unlust am Clickern Schuld, sondern ein gesundheitliches Problem der Katze. Katzen sind Meister im Verdrängen von Schmerzen und wir merken oft erst sehr spät, dass es ihnen nicht gut geht.

Ich weiß, dass bei vielen Katzenhaltern die Scheu vor dem Gang zum Tierarzt groß ist. Man sorgt sich um plötzlich anfallende Kosten, will den Stress eines Tierarztbesuchs vermeiden, hat Sorge vor großen Untersuchungen oder auch generell Angst vor dem was kommen könnte. Hier jedoch abzuwarten oder gar auf eine Untersuchung zu verzichten wäre kontraproduktiv. Die Katze gibt uns ein Zeichen und wir sollten es wahrnehmen. Sonst ist in diesem Fall immer die Katze die Leidtragende.

Eine Versicherung für Katzen kann hier sehr hilfreich sein, denn so hast du zumindest immer den Kostenfaktor im Blick. Beispielsweise kann dich hierbei die AGILA Haustierversicherung unterstützen. AGILA übernimmt (je nach Versicherung) die Kosten von Behandlung und Medikamenten bis hin zu Operationen und stationären Behandlungen.

Und da Vorsorge immer besser ist als Nachsorge, übernimmt AGILA natürlich auch die Kosten der jährlichen Vorsorgeuntersuchung. Warum regelmäßige Vorsorge bei Katzen so wichtig ist, erfährst du hier.


Hast du schon gewusst, dass du deine Katze versichern kannst?

Informiere dich gerne in meinem Beitrag
„AGILA Haustierversicherung: diese Versicherungen für Katzen gibt es“

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Clickern mit Katzen: meine Erfahrungen

Ich habe vor einigen Jahren angefangen, mit meinen Katzen zu clickern. Meine ersten Clicker-Erfahrungen machte ich gemeinsam mit meinem Kater Puschi. Wir fingen ganz simpel mit „Sitz“ an und ich war überrascht, dass Puschi das Kommando bereits nach wenigen Minuten drauf hatte. Selbst als Puschi älter und taub wurde, hatte er große Freude am Clickern. Obwohl er nichts mehr hörte, verstand er das Handzeichen, das ich ihm gab.

Während meiner Ausbildung zur Verhaltensberaterin für Katzen arbeitete ich als Katzensitterin. Mit einigen Katzen, auf die ich aufpasste, clickerte ich um sie zu beschäftigen. Das Clickern machte den Katzen so viel Spaß und ich war erstaunt, wie schnell die Katzen lernten und die Tricks verinnerlichten.

Und da die meisten Katzenhalter noch nie etwas vom Clickern mit Katzen gehört hatten, waren diese meist ziemlich baff, als sie vom Urlaub zurück kamen und sich ihre Katze plötzlich auf Kommando hinsetzen konnte

Mit meiner Katze Mammina fing ich jedoch erst viel später an zu clickern. Ich bildete mir lange ein, dass sie als Katze zu hibbelig fürs Clickern wäre. Aber weißt du was? Ich habe mich total getäuscht. Obwohl Mammina einen etwas nervöseren Grundcharakter hat, gefällt es ihr wahnsinnig gut, ein paar Minuten am Tag mit mir zu clickern und sich dafür ihre Leckerli-Ration abzuholen. Bei ihr achte ich auch nicht so sehr auf das saubere Ausführen der Tricks, sondern freue mich einfach, dass sie Spaß hat und ich gemeinsame Zeit mit ihr verbringe. Und da Mammina dazu neigt, schnell etwas zuzulegen, bringen wir zusätzlich Bewegung in ihren Alltag.

Wie man mit dem Clickern beginnen kann

Der Einstieg ins Clickern ist wirklich super einfach. Damit du bei eurem Training auch erfolgreich bist, solltest du zunächst darauf achten, dass deine Katze vorher noch nichts gegessen hat. Denn ist sie satt, so ist das Leckerli auch kein Anreiz und eure gemeinsame Übungseinheit wird zu Frust anstatt Lust. Ich zeige dir nun Schritt für Schritt, wie du ins Clickern einsteigen kannst.

Clickern mit Katzen
Mammina macht „Sitz“
  • Zu Beginn ist es erst einmal wichtig, dass deine Katze das Prinzip „Auf den Click folgt eine Belohnung“ versteht. Nutze einen ruhigen Moment und warte, bis sich deine Katze entspannt vor dir befindet. Dann clickst du und gibst deiner Katze ein Leckerli. Wiederhole den Vorgang mehrmals.

Damit die Katze den Click mit der Belohnung verbindet, muss die Leckerli-Gabe schnell stattfinden. Gib deiner Katze ihre Belohnung innerhalb von 3 Sekunden nach dem Click.

  • Hat deine Katze das Prinzip verstanden, gehst du darin über, nur noch das Verhalten zu belohnen, dass du von deiner Katze sehen möchtest.
  • Jedem gewünschten Verhalten (Trick) weißt du zusätzlich ein akustisches Signal („Sitz“) und ein visuelles Signal (Finger zeigen) zu. Ein gewünschtes Verhalten muss im Übrigen nicht immer ein Trick sein, du kannst mit deiner Katze beispielsweise auch üben in die Transportbox zu gehen.
  • Ein gutes Kommando für den Einstieg ist „Sitz“. Hierbei soll sich die Katze auf dein Signal hinsetzen. Setzt sich die Katze auf dein Signal hin, clickst du und belohnst sie direkt mit einem Leckerli. Wie du deiner Katze den Trick „Sitz“ beibringen kannst, zeige ich dir im Video weiter unten.
  • Wiederhole diese Übung, bis deine Katze verstanden hat, dass sie sich auf dieses Signal hinsetzen soll.
  • Wenn deine Katze ihren ersten Trick verinnerlicht hat, kannst du mit einem zweiten Trick beginnen. Wie wäre es zum Beispiel mit „Männchen“?
  • Sobald deine Katze zwei Kommandos oder mehr kann, kannst du die Signale variieren und bringst so mehr Abwechslung in eure Clicker-Session.

No Go’s beim Clickern

Weil ich es absolut wichtig finde, dass der Katze das Clicker-Training Spaß macht und es nicht zu falschem Ehrgeiz des Halters führt, möchte ich an dieser Stelle zwei No Go’s anmerken.

Bestrafung

Die Katze zu bestrafen, weil ein Trick nicht geklappt hat oder sie einen Trick einfach nicht verstehen oder erlernen will geht absolut gar nicht! Du solltest niemals körperliche Gewalt gegenüber deiner Katze anwenden oder sie anschreien. Das Clickern soll Freude bereiten. Lautstärke und Gewalt schaden nicht nur der Katze, sondern auch eurer Katze-Mensch-Beziehung.

Zu viel Ehrgeiz

Das Clicker-Training sollte sich auf wenige Minuten am Tag beschränken – es sollte niemals zu hartem Training ausarten. Denn deine Katze wird niemals lernen und Fortschritte machen, wenn es zur Qual für sie wird. Dauert die Übungseinheit zu lange, wird deine Katze unkonzentriert und überfordert und verliert die Lust. Ist der Zeitpunkt gekommen, wird sie nicht mehr richtig mitmachen und sich auch nicht weiterentwickeln. Zu viel Ehrgeiz von Seiten des Halters ist deshalb kontraproduktiv. Natürlich hängt die Dauer der Einheit auch immer von deiner Katze ab, achte einfach auf ihre Signale und denke beim Clickern daran: nobody’s perfect – nicht du und auch nicht deine Katze. Eine Clicker-Session bei uns dauert beispielsweise höchstens 5 Minuten.

Sitz & Männchen – so klappt’s

In diesem Video zeigen dir Mammina und ich, wie du deiner Katze zwei verschiedene Tricks beibringen kannst. Das Video eignet sich perfekt für alle, die nicht wissen, wie sie mit dem Clickern beginnen sollen und erfahren möchten, auf welche Weise man der Katze „Sitz“ und „Männchen“ beibringt. Wir wünschen dir viel Spaß mit unserem Video und natürlich bei eurem Clicker-Training.

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Clickerst du bereits mit deinen Katzen? Wenn ja, was sind eure Lieblingstricks und worin liegen eure Schwierigkeiten?

Liebst, eure Annika 


In bezahlter Partnerschaft mit: AGILA Haustierversicherung AG


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