Der Fellwechsel bei Katzen: alle Jahre wieder. Heute möchte ich euch erklären, wie das Fell der Katze überhaupt aufgebaut ist und euch zudem Tipps geben, wie ihr eure Katze an das Bürsten gewöhnen könnt.

Katzen Fellwechsel bürsten

Fellwechsel bei Katzen

Zweimal im Jahr kommt man als Katzenhalter in den Genuss des Fellwechsels bei seinen Katzen. Im Frühjahr und im Herbst wechseln die Katzen ihr Fellkleid. Für den Winter legen sie sich ein dickeres, kompakteres Winterfell an. Im Frühjahr bereiten sich die Katzen auf den warmen Sommer vor, legen ihr Winterfell ab und kleiden sich sommerlicher.

Für Katzen bedeutet das, dass ziemlich viele, lose Haare im Magen landen. Denn Katzen nehmen bei der Fellpflege die Haare mit der Zunge auf und verschlucken diese meist.

Als Katzenhalter bemerkt man dann, dass die Katzen ihr Fell vermehrt auf dem Sofa oder der Kleidung verlieren. Außerdem würgen Katzen die Haarballen, die sich im Magen gesammelt haben, oft wieder aus. Vorzugsweise auf dem Teppich. Warum nicht daneben? Ich weiß es nicht…

Der Fellaufbau bei Katzen

Die meisten Katzen besitzen Ober- und Unterfell. Das Oberfell besteht aus den so genannten Grannenhaaren und Leithaaren. Das Unterfell besteht aus den dichten Wollhaaren, die die Katze im Winter schön mollig warm halten.

Ich sage absichtlich “die meisten Katzen”, denn natürlich gibt es auch Katzen, die nicht alle drei Haupttypen vorweisen. Dazu gehört ganz klar die Nacktkatze, also also eine Katze, die haarlos ist. Berühmter Vertreter ist in diesem Falle die Sphinx-Katze. Die Cornish Rex hingegen besitzt kein Oberfell, ihr Unterfell ist daher eher kurz und leicht gekräuselt – sogar ihre Schnurrhaare kräuseln sich.

Haarlose Katzen oder Katzen mit weniger dichtem Fell müssen natürlich nicht bei der Fellpflege unterstützt werden bzw. sind sehr pflegeleicht. Die meisten Katzen freuen sich jedoch, wenn man sie ein wenig bei der Fellpflege unterstützt. So beugt man auch den lästigen Flecken auf dem Teppich vor.

Fellwechsel Katzen

Die Katze beim Fellwechsel unterstützen

Als Katzenhalter kann man seine Katze beim Fellwechsel unterstützen. So beugt man u.a. vor, dass zu viele Haare im Magen der Katze landen und diesen im schlimmsten Fall verstopfen. Außerdem kann man so auch vermeiden, dass Katzen zu oft ihre Haarballen (Bezoaren) wieder auswürgen müssen.

  • Viele von euch kennen wahrscheinlich schon die Maltpaste* für Katzen. Maltpasten werden von verschiedenen Herstellern extra für Katzen hergestellt. Diese fördern den natürlichen Abgang verschluckter Haare und minimieren auch  die Neubildung von Haarballen im Magen der Katze.
  • Zudem sollte in keinem Haushalt Katzengras fehlen. Katzengras erleichtert den Katzen die Zeit des Fellwechsels, indem es dazu beiträgt, die unverdaulichen Haarballen leichter herauswürgen zu können.
  • Außerdem sollte man seine Katzen regelmäßig bürsten – vor allem im Fellwechsel bei Katzen. Langhaarskatzen neigen im Fellwechsel sehr schnell zu Verfilzungen im Fell. Diese können für Katzen sehr unangenehm sein. Zum einen ziehen sie, zum anderen können sich unter den Verfilzungen Entzündungen bilden. Gar nicht schön… Wer seine Katze also regelmäßig bürstet, beugt Verfilzungen vor und nimmt mit der Bürste Haare auf, die sonst im Magen der Katze landen würden.

Geeignete Bürsten für Katzen

Oh es gibt so wahnsinnig viele verschiedene Bürsten für Katzen. Welche für langes Fell, welche für kurzes Fell, Allrounder-Büsten und so weiter. Ich würde jedem empfehlen, sich durchzuprobieren und die Bürste zu wählen, die die Katze im Endeffekt am liebsten mag.

Ich verwende eine doppelseitige Bürste*, die mit der einen Seite das Unterfell ausbürstet und mit der anderen Seite das Oberfell pflegt. Ab und an kommt bei uns auch der Tangle Teezer* zum Einsatz, der überhaupt nicht für Katzen gedacht ist. Meine Katzen empfinden ihn jedoch als angenehm und ich habe gehört, dass es einigen Katzen so geht. Andere wiederum schwören auf Handschuhe*, um das Fell zu bürsten oder auf den Furminator *, der vor allem das Unterfell ausbürstet.

Doch was nützt die beste Bürste, wenn die Katze das Bürsten hasst? Oh ja, ein schwieriges Thema.

Katzen bürsten

Katzen an das Bürsten gewöhnen

Es gibt wirklich viele Katzen, die es gar nicht leiden können, gebürstet zu werden. Ich persönlich verstehe gar nicht warum. Ich stelle mir das Bürsten wie eine schöne Streicheleinheit vor. Viele Katzen tun das anscheinend nicht. Deswegen möchte ich euch heute erzählen, wie ich meine ehemalige Streunerin Mammina an das Bürsten gewöhnt habe. Mittlerweile liiebt sie es und ist auch meist ganz hibbelig, wenn es ums Bürsten geht. Vielleicht kann man es anhand der Bilder erahnen

  1. Legt die Bürste einfach mal neben eure Katze (mind. 10 cm entfernt), wenn sie auf dem Sofa liegt. Ganz entspannt, ohne dass Hektik in der Wohnung ist. Reagiert die Katze cool, ignoriert sie die Bürste und zeigt sie keine Abneigung gegen sie, könnt ihr euren Schatz mit einem Leckerli belohnen. Diesen 1. Step wiederholt ihr am besten täglich für mindestens eine Woche. Besser wäre länger.
  2. Die meisten Katzen finden das Bürsten auf dem Kopf am angenehmsten. Wahrscheinlich auch, weil sie dort das Bürsten-Monster am wenigsten sehen Für Step 2 ist es am besten, wenn ihr ganz gemütlich mit eurer Katzen zum Beispiel auf dem Sofa sitzt (oder liegt) und sie streichelt. Ist eure Katze super entspannt, dann streichelt mit der Bürste einfach einmal (ohne großes Aufsehen) über ihr Köpfchen. Übertreibt es nicht und belasst es bei einmal. Hat das gutgeklappt, darf wieder eine Belohnung folgen.
  3. In Step 3 intensivieren wir Step 2. Toleriert eure Katze ohne zu Meckern das einmalige Bürsten über den Kopf, wiederholt ihr das Bürsten jede Minute etwa ein mal. Auch hier ist es wieder wichtig, dass die Situation entspannt ist und sich eure Katze wohl fühlt. Hat das gut geklappt, darf sich eure Katze am Ende wieder über eine Belohnung freuen.
  4. Nun wird es interessant. Bitte wagt euch an Step 4 erst, wenn die vorherigen Schritte wirklich gut klappen. Sonst war vielleicht die ganze Mühe umsonst. Kreiert die gleiche Situation wie zuvor. Nur dieses mal traut ihr euch (wie ganz selbstverständlich) nicht nur über das Köpfchen, sondern auch einmalig über den Rücken zu bürsten. Klappt das gut, dann darf gleich ein Belohnungsleckerli folgen. Mags die Katze nicht, dann ist die Katze noch nicht so weit. In diesem Fall kehrt ihr zu Step 3 zurück.
  5. Wenn die Katze das einmalige Bürsten über den Rücken akzeptiert, dann könnt ihr nach und nach beginnen, ihr länger über den Rücken zu Bürsten. Aber übertreibt es nicht.
Geduld ist das Schlüsselwort

Hört auf die Zeichen eurer Katze. Intensiviert das Bürsten erst, wenn eure Katze so weit ist und entwickelt ein Gefühl dafür, wann ein guter Zeitpunkt zum Bürsten ist und wann ihr einen Schritt weiter gehen könnt.

Wahrscheinlich wird es immer Katzen geben, die das Bürsten einfach nicht leiden können. Viele kennen die Vorgeschichte ihrer Katzen nicht – wer weiß, welche Erfahrungen sie gemacht haben. Ganz abgesehen von ehemaligen Streunern, denen das Bürsten natürlich absolut fremd ist.

Solltet ihr eure Katze schon im jungen Alter aufnehmen, so tut ihr euch und eurer Katze einen großen Gefallen, wenn ihr sie bereits von Anfang an das Bürsten gewöhnt. Wächst die Katze damit auf, ist es für sie total normal, gebürstet zu werden. Außerdem wird die Fellwechsel-Zeit dann zu keinem großen Problem für Katze und Halter.

Ich drücke euch die Daumen, dass die Desensibilisierung fürs Bürsten bei euch genauso gut klappt, wie bei mir und Mammina. Wie gesagt, dran bleiben und geduldig sein…

Mögen eure Katzen das Bürsten oder sehen sie in jeder Bürste ein kleines Monster?

Liebst, eure Annika

DU MÖCHTEST NICHTS MEHR VERPASSEN? DANN FOLGE UNS DOCH AUF INSTAGRAM, FACEBOOK, YOUTUBE UND PINTEREST.


*Bei einem mit Stern markierten Link handelt es sich um so genannte Amazon Affiliate Links. Wenn ihr auf diesen Link klicken solltet und das Produkt, dass sich dahinter verbirgt gut findet und es bestellt, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Ich verlinke nur Dinge, die ich auch persönlich nützlich finde und/oder auch selbst verwende. Durch den Link möchte ich euch zudem langes Suchen im Netz ersparen. Und so fällt vielleicht noch der ein oder andere Groschen für ein Leckerli für meine Katzenbande ab. Für euch macht das gar keinen Unterschied.

Teile diesen Beitrag