Ob die Katzenerziehung gelingt, ob man sich leicht damit tut oder seine Schwierigkeiten damit hat, hängt von ein paar Faktoren ab. Heute möchte ich euch die 3 häufigsten Fehler nennen, die dazu führen, dass die Erziehung der Katzen nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat.

Katzenerziehung

Sind Katzenhalter über das Verhalten ihrer Katzen verärgert, dann hat das meist keine schöne Konsequenzen – für die Halter und für die Katzen.

So weit sollte man es nicht kommen lassen

Wenn das Verhältnis zwischen Katze und Halter aber schon einen Knick hat, wird es oft schwierig wieder eine vertrauensvolle Beziehung herzustellen. Deshalb sollte man es erst gar nicht so weit kommen lassen. Denn eigentlich ist Katzenerziehung gar nicht schwer. Damit es von Anfang an klappt, helfen meist schon Gespräche aller Beteiligten im Haushalt, bevor die Katzen einziehen. Man sollte kurz ein paar Eckpunkte der Katzenerziehung besprechen, nach denen alle handeln werden. Wenn man sich nicht so ganz sicher ist, worauf man achten sollte, können Ratschläge und Tipps eines Katzentherapeuten Gold wert sein.

3 Fehler bei der Katzenerziehung

Falsche Sichtweise

Die falsche Sichtweise zu haben, bedeutet in diesem Fall nicht, dass es nicht noch andere “Wege” gibt, Katzen zu “erziehen”, als ich es mache… Mit Sichtweise meine ich schlicht und einfach die Sichtweise der Katzen.

Das fängt schon damit an, dass Katzen vieeel kleiner sind als wir Menschen. Deshalb finde ich es sinnvoll, sich zum Beispiel alleine bei der Inneneinrichtung der Wohnung mal auf die Größe der Katzen zu begeben und sich die Wohnung aus dem Blickwinkel anzusehen, wenn man sie nur etwa 30 Zentimeter vom Boden aus sieht.

Aber das ist noch nicht alles. Mit Sichtweise meine ich auch, sich das Leben der Katze aus ihrer Sichtweise anzusehen. Warum hat die Katze das jetzt getan? Warum hat die Katze am Sofa gekratzt? Oder warum hat sie nicht ins Katzenklo gemacht? Wie ist es für eine Katze, zehn Jahre lang als Einzelkatze in einer Wohnung zu leben?

Man sollte beim Beantworten der Fragen nicht aus Menschensicht antworten, sondern aus Katzensicht. Das finde ich ganz wichtig. Vielleicht das wichtigste Element, um Katzen zu verstehen.

Ungeduld

Oh ja, die liebe Ungeduld. Ich selbst bin ein wahrlich ungeduldiger Mensch. Habe ich mir eine Idee in den Kopf gesetzt, möchte ich sie am liebsten in der nächsten Sekunde verwirklichen. Da wünsche ich mir manchmal Bibi Blocksberg zu sein und “hex hex” alles herbei zu zaubern, was ich so brauche, um loszulegen.

Ich musste also erst lernen, dass Ungeduld eine der kontraproduktivsten Eigenschaften ist, die es in der Katzenerziehung gibt. Aber ich habe es hinbekommen (olé)! Und ich denke, meine Katzen danken es mir dafür. Sie leben in ihrem Tempo. Sie müssen sich absolut nicht nach uns richten und ich denke, genau deshalb richten sie sich gerne nach uns.

Katzenerziehung

Wie ihr euch vielleicht denken könnt, habe ich Mammina meine Geduld bei Katzen zu verdanken. Sie hat mir vor einigen Jahren, als sie zu uns kam, gezeigt, wie kostbar es für eine Katze ist, zu nichts gedrängt zu werden. Genau dann überraschen sie uns mit Fortschritten. Und es gibt als Katzenhalter finde ich nichts schöneres, als zu sehen, wie toll sich die eigene Katze entwickelt und zu sehen, dass es ihr gut geht und sie glücklich ist.

Inkonsequenz

Jeder von uns weiß, dass Inkonsequenz in der Erziehung ziemlich kontraproduktiv ist. Nicht nur bei Katzen. Egal ob bei Kindern, Hunden, Pferden oder Ameisen (oder Ehemännern, haha) ist Konsequenz wichtig. Mal ein Hü, mal ein Hott ist für Katzen ziemlich irritierend.

Einmal dürfen sie auf den Tisch, das nächste mal nicht. Einmal bekommen sie was leckeres vom Esstisch, das nächste mal wieder nicht. Einmal dürfen sie mit im Bett schlafen, das nächste mal wieder nicht. Doch hat die Katze einmal die süße Luft des nächtlichen Bettes oder den süßen Duft des Hühnchens auf dem Teller geschnuppert, dann will sie mehr.

Bekommt sie das “Mehr” nicht, ist sie natürlich irritiert. Sie hat es doch schon einmal bekommen, warum hört denn niemand wie sie unten am Tischbein sitzt und hingebungsvoll nach dem Hühnchen miaut?? Frechheit!

Aber Katzen sind nun mal ziemlich niedlich und so ein “Miau” kann ja auch ganz schön herzzerreißend klingen. Findet ihr nicht auch? Ich kenne das selbst zu gut! Ich nehme mich da nicht raus. Wenn wir diese Blicke sehen, können wir oft einfach nicht widerstehen

Dann dürfen wir uns im Nachhinein aber auch nicht beschweren oder der Katze die Schuld in die Schuhe schieben. Auch Konsequenz will geübt sein – vor allem von uns Menschen.

Wie läuft bei euch mit der Katzenerziehung? Habt ihr euch eigentlich Gedanken gemacht, wie ihr eure Katzen erziehen wollt, oder läuft bei euch einfach alles ganz natürlich?

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