Für manche sind Katzen Katzen – Tiere eben. Für mich sind sie so viel mehr! Ich habe meinen Katzen unendlich viel zu verdanken und habe von ihnen schon so viel gelernt. Deswegen gibt es heute eine kleine Liebeserklärung an Katzen – Tiere, die mein Leben unheimlich bereichert haben.

Meine Liebeserklärung an Katzen

Liebeserklärung an Katzen

Ich glaube, das geht nicht nur mir so. Für mich sind meine Katzen nicht einfach Tiere, die bei uns im Haushalt leben, für mich sind Mammina, Shadow und Puschi Familienmitglieder. Ja, sie sind meine Katzenkinder. Ich liebe sie bis ins unendliche, ich kümmere mich um sie, ich schmuse mit ihnen, spiele mit ihnen, füttere sie, schaue, dass es ihnen gut geht und sie bei uns glücklich sind. Ich möchte meinen Katzen all das zurück geben, was ich von ihnen empfange.

• Mit Katzen ist man nie allein

Ich habe das Glück, dass ich ganz viel von zuhause aus arbeiten kann. Das ist wundervoll, aber einem kann auch mal ganz schnell die Decke auf den Kopf fallen. Manchmal sehe ich den ganzen Tag keine Menschenseele. Dann sitze ich an meinem Schreibtisch am Fenster, tippe in die Tasten meines Laptops und sehe nur Vögel, manchmal Rehe, Eichhörner oder Jogger, wenn ich aus dem Fenster blicke. (Wie ihr vielleicht wisst, wir wohnen direkt am Wald).

Aber ich habe meine drei Katzen, die meist rund um die Uhr meine Gesellschaft suchen. Und ich liebe es! Jetzt in diesem Moment zum Beispiel liegt Mammina auf dem Stuhl direkt neben mir und Puschi hat es sich auf seinem neuen Schlafplatz direkt hinter mir gemütlich gemacht. Ich genieße es meine Katzen um mich zu haben! Und es macht mich gleichzeitig auch wahnsinnig glücklich, dass sie meine Nähe suchen und scheinbar gerne bei mir sind.

Da hatte Daniel Dafoe wirklich recht, als er einst sagte:

Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten.

 

• Katzen lehren, den Moment zu genießen

Von Katzen kann man auch vieles lernen. Zum Beispiel, im Moment zu leben und den Augenblick zu genießen. Katzen denken nicht mehr an das Vorvorgestern und sie denken auch nicht an morgen. Sie leben genau im Hier und Jetzt. Sie freuen sich über ihre Streicheleinheiten, sie schlafen so lange sie wollen und spielen, wann ihnen danach ist. Und sie genießen das, was sie gerade tun. Könnten wir das öfter tun, dann würden uns wohl einige (oft zu unrecht gemachte) Sorgen erspart bleiben.

• Katzen lehren, dass es ok ist auch mal aus der Reihe zu tanzen

Was ich an Katzen so faszinierend finde? Sie kümmern sich einen Sch… was andere von ihnen denken. Ihnen ist es egal welche Fellfarbe sie haben, ihnen ist es egal ob sie klein oder groß sind und ihnen ist es egal ob sie langes oder kurzes Fell haben. Sie sind einfach so wie sie sind und kämen noch nicht einmal auf die Idee sich darüber Gedanken zu machen. Außerdem tun sie das, worauf sie Lust haben. Sie springen manchmal wie ein Geißbock durch die Lüfte und legen sich auf den Boden, egal wie dieser aussieht oder wo sie sind. Manchmal wünschte ich mir auch, mich einfach mal auf den Boden zu legen, ohne schiefe Blicke dafür zu ernten. Nicht, weil ich mich unbedingt auf den Boden legen möchte, sondern einfach nur aus Prinzip

• Durch meine Katzen habe ich meine Berufung gefunden

Ich habe Katzen schon immer geliebt. Dass ich durch sie aber einmal meine Berufung finden würde, damit hätte ich nicht gerechnet. Wie so viele, habe ich nach dem Abitur studiert, Praktika in verschiedenen Redaktionen gemacht und dann bin ich schließlich als Managerin in einem großem Modeunternehmen gelandet. Hat mich das glücklich gemacht? Nicht wirklich… Als ich irgendwann merkte, dass mich das Leben unglücklich macht, fasste ich den Entschluss zu meinem (damals noch) Freund nach München zu ziehen und mir eine Auszeit von dem stetigen Leistungsdruck, der in der heutigen Zeit unser stetiger Begleiter zu sein scheint, zu nehmen.

Ich wollte etwas Gutes tun, etwas fürs Herz. Also setzte ich mich mit einer Tierschutzorganisation in Verbindung und bat mich an, Pflegestelle für Katzen zu werden. Da wir hier so naturnah wohnen und Puschi so ein sozialer Kater ist, schienen wir die perfekte Pflegestelle für ehemalige Straßenkatzen zu sein, die auch Freigang benötigen. Per Bilder durften wir uns zwischen zwei Katzen entscheiden. Die eine war eine kleine graue Katze namens Mammina, die zweite Katze war ein dunkelgrauer Kater. Da Puschi besser mit Mädels kann, entschieden wir uns für Mammina.

Mammina mit ihren Kitten in Italien – sind sie nicht hübsch! Der dunkelgraue Herr wohnt mittlerweile in Mailand und ist ein stattlicher Kater geworden. Ich habe kürzlich Bilder von ihm bekommen

Als die kleine Maus dann aus Italien (Sardinien) zu uns kam, war sie wahnsinnig ängstlich. Sie lebte quasi drei Monate nur unter dem Sofa, zeigte sich kaum und kam nur nachts hervor. Sie hatte Probleme mit der Katzentoilette und verwüstete unser Wohnzimmer, in dem sie lebte. Ich wollte nicht aufgeben und der kleinen Maus zeigen, dass wir hier nur das Beste für sie wollen. Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Thema, las mich ein und holte auch professionellen Rat ein. Dann merkte ich, dass meine Bemühungen Früchte tragen und dass ich scheinbar ein “Talent” für den Umgang mit Katzen habe.

Wie ihr wisst, ist Mammina keine Pflegekatze mehr, ich konnte nicht anders und wir behielten sie bei uns. Was aus ihr geworden ist? Die anhänglichste Katze die man sich nur vorstellen kann. Sie genießt ihr neues Leben in vollen Zügen, was mich unheimlich glücklich macht.

Mammina ist also der Grund, warum ich eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin und Psychologin für Katzen gemacht habe. Wäre sie nicht gewesen, wer weiß, ob ich jemals meine Berufung entdeckt hätte.

Mir geht mein Herz auf wenn ich Katzen helfen, oder deren Halter beratend zur Seite stehen kann. Auch mein Blog macht mir so unheimlich viel Spaß. Danke Mammina!

• Katzen trösten

Ich weiß nicht wie sie es machen, oder ob sie es mit Absicht machen, aber Katzen haben eine heilende Wirkung auf uns Menschen. Und damit meine ich nicht nur das Katzenschnurren, dass sich positiv auf unseren Körper auswirkt. Katzen trösten allein mit ihrer Anwesenheit.

Liebeserklärung an Katzen

Ich kann mich noch ganz genau an ein Ereignis vor einigen Jahren erinnern. Shadow wohnte noch gar nicht offiziell bei uns, zu diesem Zeitpunkt war sie noch die Katze unserer Nachbarn. Um ein warmes und sicheres Plätzchen zum Schlafen zu haben, versteckte sie sich damals manchmal in meinem Kleiderschrank (Sie lebte vorher nur im Freien). Ich hatte an diesem Tag einen ganz miesen Tag, ich war so überfordert und saß auf dem Sofa und habe geweint und geschluchzt. Plötzlich kam Shadow aus meinem Schrank – ich wusste nicht dass sie da war – stellte sich zwei Meter vor mich und schaute mich an. So lange, bis ich aufhörte zu weinen. Dann ging sie wieder. Seitdem nenne ich sie meine Seelentrösterkatze. Ich liebe sie für ihre Empathie und bin unheimlich glücklich, dass sie mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Familie ist.

Wenn ich also lese, dass der Papst sagt, Tiere hätten keine Seele, dann hatte er wohl noch nie das Glück, eine tiefe Verbindung zu einer Katze zu haben…. Schade.

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