Ob auf Facebook, Instagram oder hier auf dem Blog. Die meisten Fragen von euch kommen meist zum Thema Katzenzusammenführung. Deshalb ist mir dieser Post so wichtig. Ich schildere euch, wie eine Katzenzusammenführung reibungslos ablaufen kann und beantworte hier all eure Fragen.

Katzenzusammenführung

Man liest zwar manchmal von Katzenzusammenführungen, die ohne Vorbereitung, ganz von alleine prima klappen, man sollte aber dennoch einiges beachten, um kein Chaos anzurichten. Denn ist bei der Zusammenführung eurer Schätze erst mal der Wurm drin, wird es eine Riesenarbeit, das Verhältnis der Katzen wieder zu kitten.

Deshalb gibt es bei der Katzenzusammenführung ein paar Regeln, die man beachten sollte. Vorbereitung und etwas Planung ist bei einer Katzenzusammenführung wichtig. “Meine” Regeln werde ich euch nun zu Beginn schildern und im Anschluss des Beitrags eure Fragen beantworten, die ihr mir zuvor stellen konntet.

Regeln bei der Katzenzusammenführung

Du hast bereits eine Katze und möchtest eine weitere aufnehmen? Dann solltest du dir unbedingt diese Regeln durchlesen, bevor du dich entscheidest, welche Katze und vor allem wie sie in euer Zuhause einziehen wird.

Vorbereitungen & Ankunft

  • Überlege dir zu aller erst, welche Katze charakterlich zu deiner bereits vorhandenen Katze passt. Braucht deine Katze einen Gefährten zum Raufen, Spielen, Schmusen? Braucht sie einen wilden Kater, eine Schmusebacke, oder eine ganz zarte Katze? Geh nicht nach dem Aussehen deiner Zweitkatze, sondern wähle die Katze aus, bei der du denkst, dass sie am besten zu deiner Erstkatze passt. Die zwei sollen ja später Gefährten und Kumpels werden. Katzen gehen untereinander ja auch nicht nach dem Aussehen sondern entscheiden nach Sympathie.
  • Du hast einen Katzenkumpel ausgewählt? Dann solltest du jetzt euer Zuhause darauf vorbereiten. Wähle einen Raum aus, in den deine Zweitkatze für die ersten Tage einziehen kann. Um der Erstkatze keinen Lieblingsplatz wegzunehmen, kannst du zum Beispiel ein großes Badezimmer wählen, das Schlafzimmer oder ein Arbeitszimmer. Es sollte ein Raum sein, in dem die Zweitkatze erstmal in Ruhe ankommen kann und der verschließbar ist.
  • Wenn du dich für einen Raum entschieden hast, dann bereite ihn für die Zweitkatze vor. Es sollte ausreichend Platze für einen kleinen Kratzbaum geben, einen Futter- und Trinkplatz und mindestens ein Katzenklo (besser zwei). Und natürlich darf auch eine Ecke mit Katzenspielzeug nicht fehlen. Bereite den Raum am besten mindestens einen Tag vorm Einzug der Katze für sie vor.
  • Der große Einzug naht. Aufregung pur! Versuche, deiner Erstkatze keinen nervösen Eindruck zu vermitteln und beschäftige dich an diesem Tag ausführlich mit deiner Erstkatze. Beschmuse sie und spiele fleißig mit ihr, bevor ihr neuer Kumpel kommt. Sie soll sich an dem Tag, an dem sich etwas für sie verändert, absolut nicht vernachlässigt fühlen.
  • Jetzt ist es so weit, die Zweitkatze zieht ein. Transportiere die Katze am besten in einer sicheren Transportbox. Gehe ohne Umschweife und ohne sie der Erstkatze vorzustellen direkt in den für die Zweitkatze vorgesehenen Raum und schließe die Tür. Die Erstkatze sollte nicht mit im Raum sein. Stell die Transportbox auf dem Boden ab und warte wenige Minuten. Lass die Katze alle neuen Eindrücke aufnehmen. Dann öffnest du die Transportbox und setzt dich ruhig in den Raum, gerne etwas abseits, falls die Katze ängstlich ist. Lass sie aus der Box kommen, wann immer sie bereit dazu ist und lass sie alles erkunden und beschnüffeln. Dabei kannst du gerne ganz ruhig mit ihr reden. Wichtig ist aber, sie nicht zu überfordern. Möchte sie schon spielen? Dann spielt gerne miteinander.
  • Während die neue Katze nun in aller Ruhe in ihrem neuen Zuhause bzw. in ihrem neuen Raum ankommen kann, darf sich die “alte” Katze nicht vernachlässigt fühlen. Sie würde sonst das Gefühl der Vernachlässigung mit dem Einzug der neuen Katze in Verbindung bringen, was sich schlecht auf die Katzenzusammenführung auswirken kann.
  • Ich würde empfehlen, die Katzen mindestens drei Tage getrennt zu halten. Achte dabei darauf, beiden gerecht zu werden. Nach drei Tagen gehst du nach Gefühl. Hast du das Gefühl, die Katzen sind ruhig, gut angekommen und bereit, dann könnt ihr einen Schritt weiter gehen. Hast du das Gefühl, die Katzen sind noch nicht so weit, dann separiere sie noch einige Tage.
  • Die Erstkatze sollte neugierig sein auf den Neuankömmling, den sie sicher schon gerochen, gehört und wahrgenommen hat. Sie sollte jedoch keine aggressive Stimmung zeigen.

Tipp: Manchmal klappt eine positive Geruchsassoziation. Du kannst beide Katzen jeweils mit einem Handtuch abrubbeln und das Handtuch in das Zimmer der jeweils anderen Katze legen. Auf diesem Handtuch bekommen sie nun ihre Mahlzeit oder Leckerli. So verbinden sie den Geruch der anderen Katze mit etwas Positivem.

tipps Katzenzusammenführung

Katzen erstmalig zusammenführen

Du hast also das Gefühl, deine Katzen sind bereit, sich kennen zu lernen. Dann könntest du so vorgehen…

  • Wichtig ist, dass sich deine Katzen vor ihrem ersten Kennenlernen auspowern. So minimierst du die Gefahr, dass sich Frust aufgestaut hat und die Katzen es aneinander auslassen. Also nimm dir vor dem ersten Kennenlernen die Zeit und spiele ausgiebig mit beiden Katzen. Vielleicht hast du auch eine zweite Person an deiner Seite, dann könnt ihr beide mithelfen und jeder bespaßt eine Katze.
  • Sind die Katzen ausgepowert, lass sie zur Ruhe kommen. Wenn beide Katzen eine entspannte und stressfreie Stimmung haben, kannst du die Türe erstmalig öffnen. Wow, wie aufregend. Öffne die Türe ganz nebenbei und beobachte einfach deine Katzen. Versuche selbst ruhig zu sein, so dass die Katzen deine unruhige Stimmung nicht aufnehmen. Stell dir vor, wie sich deine Katzen das allererste Mal begegnen und es ganz, ganz toll wird. Halte dir das in dieser Situation vor Augen. Aber sei nicht ganz enttäuscht, wenn deine Erwartungen nicht gleich erfüllt werden.
  • Jetzt beobachtest du die Situation. Wahrscheinlich ist eine Katze neugieriger als die andere. Eventuell wird beim Aufeinandertreffen gefaucht. Hier gilt, wer faucht hat einfach Angst, weil die Situation neu ist. Es ist kein Zeichen von Angriff oder Bedrohung.
  • Vielleicht fangen deine Katzen an miteinander zu spielen oder sie gehen sich aus dem Weg. Vielleicht verhält sich eine ganz normal und die andere zieht sich zurück. Eventuell faucht eine, vielleicht zeigt eine ihre Krallen. Alles ganz normal! Schau, wie es sich entwickelt.
  • Haben sich deine Katzen bei ihrem ersten Aufeinandertreffen gut verhalten, dann belohne beide mit einem Leckerli.
  • Katzen, die sich neu kennenlernen, müssen ihre Rangordnung erstmal klären. Sollten also Streitereien auftauchen, lass sie geschehen. Natürlich nur, so lange es nicht heftig wird und die Gefahr besteht, dass sich deine Katzen verletzen. (Mehr zu diesem Thema findest du hier).

Tipp: Wenn du dir unsicher bist, ob deine Katzen schon bereit dazu sind aufeinander zu treffen, kannst du ein (Kinder-)Gitter zwischen die geöffnete Tür spannen. So können sich deine Katzen erstmalig sehen und riechen, aber es kann nichts weiter passieren.

Die Katzenzusammenführung

Wow, deine Katzen haben sich doch tatsächlich das erste mal gesehen. Für wen es wohl aufregender war? Für die Katzen oder für dich?

Aber wie geht’s jetzt weiter?

Positive Katzenzusammenführung

  • Deine Katzen kennen sich nun und können sich auch riechen? Sie haben keinerlei Anzeichen gezeigt, dass sie nicht miteinander können? Glückwunsch – Volltreffer! Ihr habt alles richtig gemacht und ab jetzt heißt es: viel Spaß beim Kennenlernen. Die versperrte Tür kann offen bleiben und die neue Katze kann endlich die ganze Wohnung kennenlernen.
  • Beobachte beide Katzen weiterhin genau und beschäftige dich mit beiden. Sowohl einzeln als auch zusammen. Spiel mit ihnen und vernachlässige keine von beiden. Vor allem nicht die Erstkatze, denn sie darf nicht das Gefühl haben, durch die neue zu kurz zu kommen.

Negative Katzenzusammenführung

  • Deine Katzen kennen sich nun, aber können sich noch nicht so recht riechen. Schade, aber so etwas passiert ja auch bei uns Menschen
  • Solltest du außer Haus müssen oder es naht die Nacht, so darf jede Katze wieder in ihren Bereich ziehen. Das heißt, die neue Katze kommt wieder in ihren gewohnten Raum.
  • Ideal wäre es, wenn sie von allein in den Raum zurück geht und nicht das Gefühl hat, von dir hineingebracht und wieder eingesperrt worden zu sein.
  • Wichtig: jeder Katzenzusammenführung soll mit etwas positiven beendet werden. Über ein Leckerli freut sich ja jede Katze.
  • Sollte die erste Katzenzusammenführung absolut nicht geklappt haben, würde ich empfehlen, beide Katzen weiterhin für ein paar Tage zu separieren und dann nach einiger Zeit ein Gitter in der Tür aufzustellen, so dass sich die Katzen über das Gitter nähern können und lernen können sich zu riechen.
  • Sollte es nicht so dramatisch gewesen sein, kannst du die Katzen jedes mal zueinander lassen, wenn du Zuhause bist. So weißt du, dass sich die Katzen kennenlernen können und du dabei bist und alles im Griff hast.

Ihr habt die Katzenzusammenführung geschafft

Du hast das Gefühl, jetzt klappts, dann kann der Ankommensraum wieder umgestaltet werden. Beide Katzen haben nun eine gemeinsame Wohnung. Toll, das was du immer wolltest, ist jetzt in dein Leben getreten. Du hast zwei Katzen, die miteinander können. (Oder vielleicht drei oder vier?)

Ich persönlich finde ja, es gibt kaum etwas schöneres, als zwei Katzen dabei zu beobachten, wie sie miteinander spielen oder schmusen Gehts dir ähnlich? Ich wünsche euch jedenfalls gaaaanz viel Freude miteinander!

Eure Fragen – meine Antworten

Ich bekomme sooo viele Fragen von euch zur Katzenzusammenführung und manche Fragen kommen einfach immer wieder. Deswegen werde ich eure Fragen ab sofort hier sammeln. Los geht’s.

Welches Geschlecht soll ich zu meiner bereits vorhandenen Katze holen?

Das ist eine Frage, die absolut nicht leicht zu beantworten ist und vor allen Dinge nicht pauschalisierbar ist. Einige sagen, zu einem Kater lieber einen Kater holen, andere sagen wieder etwas anderes. Ich möchte euch sagen, wie meine Meinung dazu ist.

Bei meinen Katzen weiß ich, welche Katze welches Geschlecht bevorzugt. Puschi (m) ist lieber von Damen umgeben, obwohl er früher mit einem Kater aufwuchs. Mammina (w) bevorzugt eindeutig männliche Gesellschaft und Shadow (w) käme wohl mit beidem zurecht. Das alles weiß ich, weil meine Katzen Freigänger sind und auf andere Katzen treffen oder auch in der Vergangenheit schon auf andere Katzen trafen.

Hast du schon Beobachtungen in dieser Hinsicht bei deiner Katze machen können? Na dann entscheide auch danach. Konntest du deine Katze bisher noch nicht mit anderen Katzen beobachten, weil sie beispielsweise Wohnungskatze ist und bisher allein gelebt hat, musst du anders vorgehen.

In diesem Fall entscheidest du nicht nach Geschlecht, sondern nach Charakter. Ist deine Katze dominant und spielt gerne die erste Geige, sollte die neue Katze nicht ebenso dominant sein, sondern am besten sehr sozial und tolerant. Hast du eine sehr schüchterne Katze, sollte die neue Katze nicht zu dominant sein, aber es wäre vielleicht schön, wenn man sie etwas aus der Reserve locken kann.

Nimm dir also die Zeit, charakterlich den besten Partner für deine Katze zu finden.

Wie alt sollte die neue Katze sein?

Tendenziell spricht man davon, dass die neue Katze in etwa das gleiche Alter haben sollte, wie die Erstkatze. So sind sie auf dem gleichen Level, sind beide gleich verspielt oder beide schon etwas gesetzter und keine Katze geht der anderen auf den Zeiger. So +/- ein/zwei Jahre Unterschied finde ich gut.

Hast du bereits eine größeres Katzenrudel und möchtest eine neue Katze mit aufnehmen, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Hier würde ich den bereits bestehenden Katzen keine “gesetzte” Katze vorsetzen, die eventuell die Königin des Katzenrudels werden möchte. Die anderen Katzen würden sie wahrscheinlich schwer akzeptieren. Hier könnte man, je nach Rudelcharakter, sogar ein Kitten als neues Familienmitglied in Betracht ziehen, das sich an den anderen Katzen orientieren kann. Vielleicht weckt es in der ein oder anderen Katze auch Mutter/Vatergefühle.

Soll ich die Katzen am Anfang trennen?

Eine Frage, die immer wieder kommt, weil sie für einige ein Problem darstellt. Die Antwort lautet “ja”. Ich habe die Antwort auf die Frage bereits ausführlich ein paar Abschnitte weiter oben beantwortet, also einfach etwas hoch wandern bitte

Wie lange dauert eine Katzenzusammenführung?

Das ist eventuell die am meisten gestellte Frage im Zusammenhang mit einer Katzenzusammenführung. Ja ich weiß, man wird schnell ungeduldig und hätte am liebsten, dass sich die Katzen von Sekunde 1 an innig lieben. Aber so schnell gehts bei uns Menschen nicht und bei Katzen auch nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Eine Katzenzusammenführung kann mehrere Monate dauern, da die Katzen bei ihrem Kennenlernen auch mehrere Phasen durchlaufen. Bitte werdet niemals ungeduldig und denkt nach ein paar Tagen schon, es würde nicht klappen.

Habt ihr euch für eine Zweitkatze entschieden, sollte euch schon vorher klar sein, dass es eventuell etwas dauern kann. Nehmt euch vor, einfach nicht ungeduldig zu werden und werdet es dann auch nicht, wenn es so weit ist.

Wie weiß ich, wann eine Katzenzusammenführung “abgeschlossen” ist?

Eine Katzenzusammenführung ist vollbracht, wenn die Katzen friedlich miteinander leben können.

Bei zwei Katzen im Haushalt hat man immer das Bild von zwei schmusenden und sich putzenden Katzen vor sich. Wer solche Exemplare zuhause hat, der hat Glück! In vielen Fällen sieht es aber so aus, dass die Katzen miteinander leben, ohne zu schmusen. Und das ist auch absolut ok. Stellt euch mal vor, ihr müsstet mit jedem Schmusen, der euch vorgesetzt wird Aber es ist doch schon ein großer Erfolg, wenn man einfach gut miteinander auskommt. Meine Katzen schmusen übrigens auch nicht miteinander…

Braucht meine Katze eine Zweitkatze?

Ich weiß, dass es Ausnahmen gibt. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an Prinzessin Lilac Aber generell lieben Katzen die Gesellschaft mindestens einer anderen Katze.

Ich rate wirklich jedem Katzenhalter, keine Katze alleine zu halten. Vor allem Wohnungskatzen benötigen einen Katzenkumpel an der Seite. Stellt euch einfach mal vor, ihr könntet euer ganzen Leben nur in eurer Wohnung verbringen. Ausschließlich. Und das ganz alleine. Ziemlich blöd finde ich. Da wäre ein zweiter Mensch, mit dem man sich unterhalten und Menschendinge tun könnte, doch ganz schön um sich nicht alleine zu fühlen und vor allen Dingen, um sich nicht zu langweilen.

Katzen geht es ganz genau so. Also appelliere ich wirklich an alle Katzenhalter mit einer Katze, tut eurer Katze den Gefallen, und schenkt ihr einen Katzenpartner, der ihr so viel geben kann, vor allem das, was wir Menschen nicht geben können.

Ich bin mir so unsicher, ob unsere Katze einen Partner braucht oder nicht.

Ehrlich gesagt, kann ich die Sorge super gut nachvollziehen. Aber ich glaube, in den meisten Fällen tut ein Partner wirklich gut (siehe den Punkt weiter oben).

Für mich ist es schwer, hier eine allgemeine Antwort zu geben, weil einfach jedes Katzenseelchen anders ist und auch jeder Fall und die verschiedenen Umstände anders sind.

Seid ihr euch also unsicher, ob in eurem Fall eine Zweitkatze angebracht ist, rate ich euch, einen Katzentherapeuten zu kontaktieren, der euch einmal zuhause besucht. Habt keine Angst davor! Dieser Besuch wird euch sehr helfen, ich wette was.

Der Katzentherapeut kann euer Zuhause kennenlernen, euch und vor allen Dingen. die Katze und euch, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Der Katzentherapeut kann euch dann nicht nur seine Meinung dazu kund tun, sondern kann euch auch im ganzen Prozess begleiten, mit euch eine passende Zweitkatze aussuchen und die Zusammenführung planen.

Ich mache mir Sorgen, dass sich unsere Katze nicht mit der neuen verstehen wird

Diese Sorge ist natürlich absolut berechtigt und ich schwöre euch, diese Gedanken macht sich doch jeder. Ich bekam eine Frage, in der eine junge Katzen zu einem 3-Jahre alten Kater zieht. Meint ihr, man solle sich da sorgen?

Ich denke nein. Der Altersunterschied ist noch im Rahmen und wenn man charakterlich das Gefühl hat, die Katzen packen das, dann packen sie es auch.

Was ich all meinen Kunden und allen Katzenhaltern rate ist folgendes: Stellt euch vor, die neue Katze zieht ein. Stellt euch vor, wie gut alles laufen wird, wie gut sich die Katzen verstehen werden, welch Bereicherung sie für einander sein werden und wie glücklich euch das Ganze macht. Und genau mit diesem Gefühl geht ihr dann in euer neues Projekt “Katzenzusammenführung”.

Manch einer mag es Spinnerei nennen, aber ich bin der Überzeugung, dass die Katzen euer Gefühl aufnehmen werden.

Wie lange sollte ich nach dem Tod einer Katze warten, bis ich wieder eine Zweitkatze hole? Oder ist das überhaupt sinnvoll?

Das ist immer wieder ein Thema, das mich schaudern lässt. Ich will es mir gar nicht vorstellen, dass einmal einer meiner Schätze gehen könnte. Aber sehen wir der Realität ins Gesicht, irgendwann wird es mal passieren.

Generell fällt die Trauer einer jeden Katze über den Verlust des Katzenkumpels ganz anders aus. Bei manchen merkt man kaum Veränderung, manche trauern sichtlich.

Es gibt keinen Zeitraum, den ich euch benennen kann. Solltet ihr wieder einen Kumpel für eure verbliebende Katze wollen, dann müsstet ihr gar nicht all zu lange warten.

Das Entscheidende ist jedoch, dass ihr eurer Katze keine x-beliebige vorsetzt, sondern wieder genau abwägt, welcher Charakter am besten zu ihr passt. Und bis man dieses Gegenstück gefunden hat, kann es auch mal ein bisschen dauern.

So, ich hoffe, ich konnte viele eurer Fragezeichen im Kopf wegradieren. Wenn mich neue Fragen zum Thema Katzenzusammenführung erreichen, werde ich diese weiterhin mit in diesen Beitrag aufnehmen.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei eurer Katzenzusammenführung!

Liebst, eure Annika

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