Die Frage, wie viele Katzen man halten sollte, habe ich in letzter Zeit öfter von euch gestellt bekommen. Wie viele Katzen sind ideal? Ganz so pauschal lässt sich die Frage gar nicht beantworten. Dennoch habe ich eine klare Meinung dazu und die möchte ich heute mit euch teilen.

Wie viele Katzen haltet ihr? Wie ihr wisst, habe ich drei Katzen. Puschi, Mammina und Shadow. Nach und nach kam immer eine dazu. Teilweise ganz unverhofft und ungeplant, aber ich bin wahnsinnig froh, dass jede einzelne ihren (weiten) Weg zu uns gefunden hat. Jetzt sind wir eine kleine Familie aus drei Katzen und zwei Menscheneltern und es klappt alles ganz wunderbar.

wie viele Katzen sind ideal

Doch wie viele Katzen sind ideal?

Als Faustregel sagt man, es sollten nicht mehr Katzen im Haushalt leben, wie man Arme zum Streicheln hat. Bei zwei Menschen macht das also maximal vier Katzen. Außerdem sollten bei Wohnungskatzen pro Katze ein Zimmer zur Verfügung stehen, ausgehend von zwei Zimmern.

Außerdem sollte man natürlich jeder Katze gerecht werden können!

Gibt es Einzelgänger?

Ja. Es kristallisieren sich zwischendurch immer wieder Katzen heraus, die einfach nicht mit anderen können. Wenn ihr Katzen aus dem Tierschutz adoptiert, können euch die Tierpfleger vor Ort schon darüber aufklären, wie sich die auserwählte Katze im Katzenrudel verhält. Einzelgänger ziehen sich von anderen Katzen zurück und geraten öfter in Streits. Sieht man so klar und deutlich, dass eine Katze nicht mit anderen zurecht kommt, dann möchte diese in ihrem Zuhause gerne Einzelprinzessin- oder Prinz sein.

Zwei Katzen sind besser als eine

Jeder, der schon einmal mehrere Katzen gehalten hat und nicht nur eine, der stimmt mir bestimmt zu, dass es kaum etwas schöneres gibt, als seine Katzen beim gemeinsamen agieren zu beobachten. Sei es beim Spielen, beim Kuscheln, beim gegenseitigen Putzen oder einfach nur beim Unsinn machen.

wie viele Katzen sind ideal

Ich bin ganz klar dafür, dass man mindestens zwei Katzen halten sollte. Katzen geben sich gegenseitig so viel mehr, was wir Menschen ihnen gar nicht geben können. Klar, von uns bekommen sie ihr tägliches Futter, Spielstunden und viel Liebe und Zuneigung. Eines können wir ihnen aber nicht geben: Sozialverhalten. Und das ist meiner Meinung nach wahnsinnig wichtig. Der Entzug eines Sozialpartners hindert die Katze an einer artgerechten Entwicklung und führt unter Umständen zu Frust und Depression. Das wiederum spiegelt sich dann in untypischem Katzenverhalten wieder. Die Katze könnte beispielsweise aggressiv werden oder sich zurück ziehen.

Außerdem können sich die Katzen bei längerer Abwesenheit der Halter gegenseitig unterhalten und stärken und vereinsamen nicht. Wenn wir im Urlaub sind, bin ich immer heilfroh, dass sich meine Katzen in unserer Abwesenheit wenigstens noch gegenseitig haben.

Übrigens: Viele Katzen kuscheln nicht miteinander, das heißt aber noch lange nicht, dass sie sich nicht mögen. Auch ein Partner, der einfach nur da ist und mit dem man ab und an ein bisschen Unsinn machen kann, ist eine Bereicherung für eine Einzelkatze.

Wohnungskatzen

Vor allem bei Wohnungskatzen ist es wichtig, mindestens ein Doppelpack zu halten. Für eine Einzelkatze in reiner Wohnungshaltung kann ein langes Katzenleben zur Qual werden, auch wenn sie ihren Halter liebt.

Freigänger können sich unter Umständen den Sozialpartner auch außerhalb der eigenen vier Wände, bei anderen Freigängerkatzen, suchen. Außerdem haben diese in der freien Natur viel mehr Reize, die angesprochen werden.

Wenn ihr mich also fragt: “wie viele Katzen sind ideal?”, dann würde ich immer sagen: bitte mindestens zwei!

Und mit einem Gerücht möchte ich heute abschließen. Katzen sind per se keine Einzelgänger, sondern lediglich Einzeljäger.

Wie viele Katzen haltet ihr? Habt ihr weitere Fragen zur Katzenhaltung? Was würde euch interessieren? Lasst es mich gerne wissen und ich gehe in einem meiner nächsten Blogposts darauf ein.

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