Katzen sind die beliebtesten Haustiere Deutschlands. Am artgerechtesten ist es für Katzen natürlich, wenn sie in ihrem Zuhause Freigang genießen können. Da dieser aber natürlich gesichert und verkehrsberuhigt sein sollte, ist es nicht jedem Katzenhalter möglich, seine Lieblinge raus zu lassen. Aber auch Wohnungskatzen kann man ein aufregendes Leben bieten. Heute möchte ich euch deshalb zeigen, wie ihr eure Wohnung katzengerecht gestaltet.

Wohnungskatzen

Wenn Katzen ins Haus einziehen, sollte man ein paar Grundpfeiler beachten, dass sich die Tiger in ihrem neuen Revier sicher, geborgen und wohl fühlen. Dazu gehören regelmäßige Spielstunden, kuscheln und natürlich eine auf Katzen zugeschnittene Einrichtung. Wohnungskatzen sind auch dann wahre Glückskatzen, wenn ein paar Punkte beachtet werden. Et voilà, hier sind meine wichtigsten Punkte:

Katzengerechte Wohnungsgestaltung für Wohnungskatzen

  • Keine Tabuzonen

Für Wohnungskatzen ist es ganz wichtig, dass sie so viel Platz haben wie möglich und dass sie überall dabei sein dürfen. Das bedeutet umgekehrt, dass man ihnen so wenig Plätze wie möglich verbieten sollte. Katzen, die in reiner Wohnungshaltung leben, sollten deshalb nicht darauf verzichten müssen, sich mit auf das Sofa oder den Küchenstuhl zu legen. Außerdem sollte auch jedes Zimmer für sie zugänglich sein. Je mehr Zimmer, desto besser!

  • Kratzbaum & Co.

In ihrer natürlichen Umgebung lieben es Katzen auf Bäume zu klettern und ihre Krallen daran zu wetzen. Dieses natürliche Vergnügen sollte auch in der Wohnung nicht zu kurz kommen. Deswegen ist ein Kratzbaum für Katzen Pflicht. Dieser sollte Kitty Klettermöglichkeiten bieten, am besten eine Höhle zum Verstecken, eine Plattform um die Wohnung im Blick zu haben und zu dösen und natürlich Sisal etc. um daran ordentlich zu kratzen.

Außerdem gibt es mittlerweile ganz tolle Kletterparcours für Katzen, die man in die Wohnung integrieren kann. Daran können die Katzen dann ihre ganze Energie heraus lassen, springen und klettern wie sie wollen.

  • Katzenpärchen

Wie ihr mittlerweile sicherlich wisst, bin ich kein Freund von der Einzelhaltung von Katzen. Vor allem, wenn die süßen Mäuse in reiner Wohnungshaltung leben. Wir Menschen sind zwar tolle Mitbewohner, aber als Sozialpartner ist es nahezu unerlässlich für Katzen, mindestens zu zweit leben zu können.

Zu zweit können die Katzen in der Wohnung spielen, schmusen und auch mal raufen, wie es eine Katze mit einem Menschen nicht kann. Und das sorgt für ausgeglichenere Katzen.

(Ausgenommen sind wie immer Katzen, die im Tierheim und Co. schon zeigen, dass sie mit anderen Katzen nicht gut können und lieber Einzelprinzessin oder Prinz sein wollen).

  • Katzenklo

Das Katzenklo ist für eine artgerechte Katzenhaltung und Gestaltung der Wohnung nicht zu unterschätzen. Hier gilt die Faustregel: immer ein Katzenklo mehr als Katzen in der Wohnung leben.

Alles wichtige zum Katzenklo findest du in diesem Artikel.

  • Spielzeug

Katzen lieben es zu spielen und sollten dies auch tun. Das Spielen liegt ihnen von klein auf in den Genen und sollte niemals unterdrückt sondern stets gefördert werden.

Deshalb ist es für Wohnungskatzen wichtig, abwechslungsreiches Spielzeug zu haben. Bälle und Spielangeln sollten auf jeden Fall vorhanden sein. Katzen lieben es, wenn eine Schnur von oben herunter hängt und sie danach haschen können oder wie wild einem Ball durch die Wohnung hinterher jagen können.

Zwei Hinweise habe ich noch für euch: Räumt das Spielzeug, vor allem Angeln, immer weg, wenn ihr nicht dabei seid! So kann man einer möglichen Strangulierungs-Gefahr vorbeugen. Außerdem wird das Spielzeug nicht zu schnell langweilig, wenn es nicht 24h präsent ist.

Für Katzen, die länger mal alleine sind, gibt es außerdem tolle Spiele, mit denen Katzen eine Weile beschäftigt sind und auch ein bisschen das Köpfchen dabei einschalten müssen

Hier und hier habe ich zwei DIY Ideen für euch, wie ihr selbst tolles Spielzeug für Katzen basteln könnt.

  • Rückzugsmöglichkeiten

Katzen wollen auch mal ihre Ruhe haben und ganz für sich sein können. Deshalb ist es wichtig, dass man jeder Katze im Haushalt mindestens einen Rückzugsort schafft, den sie ganz für sich alleine hat. Wenn die Katze dann auf ihrem Platz liegt, sollte sie auch nicht gestört werden.

Beobachte deine Katzen einfach, wohin sie sich gerne zurück ziehen und schaffe ihnen dort ein schönes Plätzchen indem du eine kuschelige Decke oder ein Körbchen hinlegst.

  • Katzengras

In freier Natur sieht man Katzen öfter an langen Grashalmen knabbern. Das ist auch wichtig, denn das Gras verhilft den Katzen, die geschluckten Haare wieder auszuwürgen. So kommt es zu keinem gefährlichem Magenverschluss.

Wohnungskatzen sollte diese Möglichkeit natürlich auch zur Verfügung stehen. Deshalb ist es wichtig, dass du deinen Katzen in der Wohnung regelmäßig/immer Katzengras anbietest. Dieses bekommst du im Zoofachhandel oder auch immer öfter im Supermarkt.

  • Der Trinkplatz

In der freien Natur trinken Katzen niemals dort, wo sie auch essen. Deswegen solltest du bei der Gestaltung deiner Wohnung auch darauf achten.

Platziere die Trinkschüssel also nicht direkt neben den Futternäpfen, sondern ein paar Meter davon entfernt oder sogar in einem anderen Raum. Wenn du es deiner Katze noch angenehmer machen möchtest, dann freut sie sich sogar über mehrere Trinkplätze in der Wohnung. So kannst du auch super beobachten, ob deine Katze vielleicht einen Lieblingsplatz zum Trinken hat.

  • Fensterplatz

Oh ja, Katzen lieben es, auf der Fensterbank zu sitzen und die Welt da draußen zu beobachten. Sie lieben es, die Autos von der Ferne zu beobachten oder (noch mehr) die Vöglein außen. Viele von euch kennen bestimmt das typische Keckern der Katzen, wenn sie einen Vogel beobachten, an den sie nicht ran kommen.

Das Beobachten der Außenwelt ist für Wohnungskatzen super spannend, deshalb gehört ein toller Fensterplatz zu einer katzengerechten Wohnung.

Du kannst deiner Katze ganz einfach ein schönes Plätzchen auf der Fensterbank freimachen und/oder einen Kratzbaum direkt an das Fenster stellen.

  • Gefahren meiden

Um eine Wohnung katzengerecht zu gestalten, ist es natürlich auch wichtig, alle möglichen Gefahren für die Tiger zu beseitigen. Dazu zählen zum Beispiel ein gesicherter Balkon und gesicherte Fenster. Die Gefahr von gekippten Fenstern wird wahnsinnig oft unterschätzt.

Außerdem sollten alle giftigen Pflanzen verbannt werden, oder dort platziert werden, wo Miezi nicht hin kommt.

Der Katze sollte zudem beigebracht werden, dass der Herd für sie Tabu ist (ja, diese Tabuzone ist ziemlich sinnvoll ), so dass sie sich nicht verbrennt. Gleiches gilt für das Aufstellen von Kerzen.

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