Ich kann es gar nicht glauben, zwei meiner drei Katzen kamen diese Woche bereits mit Zecken nach Hause. In Puschis langem Fell haben sich gleich zwei verfangen. Das heißt ab sofort für mich, wieder zu handeln. Wie man seine Katzen von Zecken frei halten kann und wie man diese entfernt, möchte ich euch heute verraten.

Ich bin wirklich wahnsinnig tierlieb, aber bei Zecken hört es irgendwie auf. Wie ihr vielleicht wisst, wohne ich direkt am Wald und an Feldern. Hier in dieser Ecke scheint eine wahre Zeckenhochburg zu sein. So schön die Natur hier für meine Katzen ist, desto lästiger ist die große Anzahl von Zecken. Deswegen heißt es für mich jetzt wieder, die Katzen vor den kleinen Parasiten zu schützen – und auch mich selbst.

Was sind Zecken?

Zecken sind laut Wikipedia „blutsaugende Ektoparasiten an Wirbeltieren, darunter auch dem Menschen“ – und natürlich Tiere. Sie sind anfangs super klein (Larven und Nymphen), ich habe schon kleinere als ein Stecknadelkopfgroßen gesehen. Wenn sie sich an einem Wirbeltier festgebissen haben, saugen sie Blut und werden immer größer. Sind sie voll genug, so lassen sie nach einigen Tagen von ihrem Wirt los und fallen ab. Im vollgesaugten Zustand sind sie etwa so groß wie der Nagel eines kleinen Fingers. Eklig, aber ich habe mich an den Anblick gewöhnt.

zeckenSie sind aber nicht nur äußerst unangenehm, mit ihrem Stich können sie auf ihren Wirt Krankheiten übertragen, ohne selbst zu erkranken. Bekannte, von Zecken auf den Menschen übertragene Krankheiten sind unter anderem Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

FSME kann der Katze zum Glück nichts anhaben, Borreliose schon eher. Zu erkennen ist Borreliose eigentlich durch eine auffällige, größere Wanderröte rund um den Zeckenbiss. Bei Katzen ist dieses Anzeichen durch das Fell jedoch sehr schwer zu erkennen.

Im Winter ist die Zecke inaktiv, so bald es etwa sieben Grad übersteigt, wird sie wieder aktiv. Die Zeckensaison geht deshalb meist von März bis etwa September.

Prävention

Prävention hilft nicht nur, die Katze vor Zeckenbissen zu schützen, sondern auch sich selbst. Kommt die Katze von einem Spaziergang im Freien wieder ins Haus, so empfiehlt es sich, das Fell der Katze direkt auf wandernde Zecken abzusuchen. Da Zecken manchmal bis zu Stunden auf der Katze herum wandern, bis sie die „perfekte“ Stell für den Biss gefunden haben, ist die Chance groß, dass man die Zecken durch das Absuchen entdeckt und entfernen kann, bis sie sich fest gebissen hat.

So schützt man nicht nur die Katze vor dem Zeckenbiss, sondern auch alle Mitbewohner. Denn herumwandernde Zecken können leicht abfallen und landen dann in der Wohnung. Ganz besonders unangenehm ist es, wenn die Zecken sich im Sofa verkriechen und dann wieder hervor kommen, wenn wir Menschen darauf Platz nehmen. So werden dann schnell wir Menschen zum „Zeckenopfer“.

Deshalb ist es vor allem bei Freigänger-Katzen wichtig, die Möbel wie Sofa oder Sessel regelmäßig abzusuchen und auch abzusaugen.

Spot-Ons

Spot-Ons sind Präparate, die der Tierarzt in der Zeckensaison gegen Zeckenbefall empfiehlt. Hierbei handelt es sich um kleine Tuben, deren Inhalt auf die Nackenhaut der Katzen aufgetragen wird. Dieser Inhalt führt dazu, dass die Zecke, wenn sie sich an der Katze festgesetzt hat, in kürzester Zeit abstirbt.

Spot-Ins vom Tierarzt sind meist chemische Präparate. Im Tierfachhandel gibt es Spot-Ins auf natürliche Basis zu kaufen. Beide Präparate garantieren aber keinen 100% gen Schutz. Außerdem variiert ihre Wirkung von etwa 1 – 3 Monate.

Wichtig! Spot-Ins können bei Katzen allergische Reaktionen hervor rufen. Also sollte man seine Katze nach dem Auftragen gut im Auge behalten. Außerdem darf man Katzen keine Spot-Ons für Hunde auftragen. Diese enthalten Mittel, die die Katze nicht verträgt!

Kokosöl

Eine natürliche Variante gegen Zecken ist Kokosöl. Die Wirkung geht hier vor allem von der im Kokosöl enthaltenen Laurinsäure aus. Am besten träufelt man ein paar Tropfen des Öls hinter die Ohren, den Nacken, Kopf oder Rücken der Katze und massiert es vorsichtig ein. Es empfiehlt sich das Öl leicht zu erwärmen, da es bei Zimmertemperatur fest ist.

Kokosöl verspricht ebenso keinen 100%igen Schutz, ist aber für Spot-On-Vermeider eine gute Alternative. Ein kleiner Nachteil ist, dass die Katze nach dem Auftragen ein ziemlich fettiges Fell bekommt, aber auch das vergeht.

Zecken entfernen

Hat sich doch mal eine Zecke bei einer Katze festgesetzt, dann sollte man sie natürlich zügig entfernen. Ein Zeckenbiss löst bei einer Katze einen unangenehmen Juckreiz aus und kann auch zu fiesen Entzündungen führen.

Entfernt die Zecke mit einer Zeckenzange. Diese bekommt ihr im Tierfachhandel und kostet ab einen Euro aufwärts.

Streicht das Fell der Katze um die Zecke herum beiseite und setzt die Zange direkt an der Haut der Katze an. Mit einer kleinen Drehbewegung zieht ihr dann die Zecke vorsichtig heraus. Achtet darauf, dass ihr die Zecke vollständig umklammert und dass später nichts mehr von der Zecke (z.B. der Kopf) in der Katze stecken bleibt. Auf YouTube habe ich ein Video gefunden, dass gut zeigt, wie man Zecken entfernen soll.

Ich liebe den Sommer, aber auf die Zecken könnte ich ganz ehrlich gut verzichten! Da wir hier sehr viele Zecken haben, heißt das auch für mich wieder, mich ab sofort 2x pro Tag nach diesen Biestern abzusuchen. Drückt mir die Daumen, dass ich diesen Sommer einen Zeckenbiss verhindern kann und dass meine Katzen so gut es geht von ihnen verschont bleiben.

DU MÖCHTEST NICHTS MEHR VERPASSEN? DANN FOLGE UNS DOCH AUF INSTAGRAM UND FACEBOOK!

 

Teile diesen Beitrag